Ein Zuhause auf Zeit



Die neue Einrichtung der Wildfang GmbH in der Rekumer Straße 12 wird voraussichtlich noch vor Weihnachten ihren Betrieb aufnehmen.

Die Wildfang GmbH aus Bothel eröffnet in Bremen Nord eine neue Einrichtung für Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Tagesstrukturen, Bildung, Beschäftigung und Sport sind Schwerpunkte des Konzepts.

Es kann durchaus sein, dass plötzlich noch vor Weihnachten die Situation in einer Familie eskaliert und das Kind ganz schnell eine Unterkunft braucht. Dann kann das Jugendamt auf die neue Einrichtung der Wildfang GmbH in der Rekumer Straße 12 zurückgreifen. Die Betriebserlaubnis steht zwar noch aus, eine Begehung der Behörden erfolgt an diesem Montag. Wildfang-Geschäftsführer Dirk Precht ist aber zuversichtlich: "Wir werden es vor Weihnachten schaffen." Das heißt: Die Jugendhilfeeinrichtung aus Bothel wird Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren ein "Zuhause auf Zeit" bieten, mit Strukturen, mit Bezugspersonen, mit Bildung und in Zusammenarbeit mit Daniel Magei, der das Projekt Hood-Training entwickelt hat, um Kindern aus schwierigen Verhältnissen beizubringen, dass Konflikte auch friedlich gelöst werden können.

Die Wildfang GmbH hat ihren Hauptsitz in Bothel bei Rotenburg. Dort betreibt sie seit 1977 ein Kinderheim. Die Jugendhilfeeinrichtung hat aber auch Einrichtungen, sozialpädagogisch betreute Lebensgemeinschaften und Wohngruppen in Niedersachsen und drei weiteren Bundesländern und betreut Jugendliche in Rumänien und Polen. Bremen-Nord, sprich das Gebäude Rekumer Straße 12, ist nun ein "neuer Abschnitt" für die Wildfang GmbH wie Geschäftsführer Dirk Precht es ausdrückt.

Das liege unter anderem daran, dass viele Bremer Jugendliche, die außerhalb Bremens in einer Einrichtung untergebracht worden sind, irgendwann wieder zurück möchten. Dann wiederum will das Land Bremen - wie berichtet - das Jugendhilfesystem ausbauen und in allen Stadtteilen Betreuungs-Einrichtungen für Kinder und Jugendliche schaffen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht mehr zu Hause bei ihren Eltern wohnen können.

Bisher musste die Stadt in problematischen Situationen Jugendliche außerhalb von Bremen unterbringen, wie der Sprecher der Sozialsenatorin es gegenüber unserer Zeitung erläutert hatte. Es habe bisher nur 300 Plätze gegeben. 1000 sollen es aber in Zukunft sein. "Auch das spielt eine Rolle", bestätigt Dirk Precht den Hintergrund, weshalb der Jugendhilfe-Träger nun auch in Bremen Einrichtungen aufbaut. Precht, ehemals Gesellschafter bei der inzwischen insolventen Kannenberg-Akademie, er stieg nach seinen Angaben 2016 aus, kennt das Gebäude Rekumer Straße 12 und die Gegebenheiten in der Umgebung genau. Bekanntlich wurden hier straffällig gewordene minderjährige Flüchtlinge untergebracht und intensivpädagogisch nach dem Kannenberg-Konzept betreut. "Ich war damals dabei, habe das Haus auch mitrenoviert und dort auch gearbeitet", erzählt Precht.

Vor einem Jahr habe die Wildfang GmbH das Gebäude gekauft. Es hätte zwar so für die Nutzung als Jugendeinrichtung übernommen werden können, laut Precht war es in einem guten Zustand. Dennoch wurde seit Anfang November renoviert. "Wir wollen ein schönes Zuhause bieten", sagt Precht. Also wurde neu tapeziert und noch allerlei mehr getan, um es für den Neubezug "schön herzurichten" .Auf Tagesstrukturen, Regeln, Sport und Beschäftigung basierte das Konzept des ehemaligen Profi-Boxers Kannenberg. Ähnlich agiert der neue Träger. "Wir legen aber mehr Wert auf Schule und Beschäftigung", sagt Precht. Die Jungen, die künftig in Rekum rund um die Uhr von Sozialpädagogen, Psychologen, und Erziehern betreut werden, fünf Betreuer an der Zahl, weiteres Fachpersonal wird noch gesucht, sind noch nicht bekannt. Wie eingangs beschrieben kann eine Zuweisung durch das Jugendamt ad hoc passieren. Precht geht davon aus, dass es sich vor allem um Schulverweigerer handelt.

Ursache und Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen, aus der Spur geraten, sich auf der Straße herumtreiben und auch mit der Polizei zu tun bekommen, sind ganz breit gefächert. Schwierige Familienverhältnisse tragen dazu bei oder sind auch die Ursache. "Manchmal kommt eines zum anderen", sagt Precht. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Im Zuhause auf Zeit, Precht spricht von einer Präventionsmaßnahme, soll auch dagegen gesteuert werden, dass Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten. "Beziehungen spielen eine große Rolle", verweist er auf eine wichtige Funktion des Fachpersonals, das rund um die Uhr in einem Schichtmodell für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren da sein wird. Auch die Eltern werden einbezogen. Auch sie bekommen laut Precht "Hausaufgaben" . Das Ziel ist die Familienzusammenführung. "Irgendwann können sie dann wieder nach Hause ziehen, wenn die Schulprobleme behoben sind", erläutert der Wildfang-Geschäftsführer. In der Einrichtung in Rekum sollen Kinder und Jugendliche, sieben Plätze werden es wohl werden, Unterstützung und Halt bekommen. Es wird Strukturen und Regeln geben. Falls die Jungen nicht zur Schule gehen können, wird es sogenannte Schulersatzmaßnahmen geben, Praktika in Hinblick auf eine Ausbildung gehören auch zu Weiterbildungsmaßnahmen. Es kann aber auch durchaus sein, dass ein Jugendlicher weiter seine alte Schule besucht. Individuelle Lösungen werden für die jeweiligen Schutzbefohlenen gesucht. Dazu gehört auch, bei Bedarf Spezialisten wie Kinder- und Jugendpsychologen dazu zu holen. Wildfang sei nur für das Pädagogische zuständig, so Precht. "Den ganzen Tag durch wird es keine Langeweile geben", beschreibt er den strukturierten Tagesablauf. Und abends wird Sport gemacht, "damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen". Er verweist auf die Zusammenarbeit mit Daniel Magei, der unter anderem in Tenever Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen mit seinem Hood-Training (vom Englischen neighborhood für Nachbarschaft) von der Straße geholt hat. Sport statt Prügeleien, Respekt vor anderen, sich selbst und Regeln - das sind die Pfeiler. Für sein Engagement für Kinder und Jugendliche wurde der Sonderpädagoge 2014 von der Deutschen Kindergeldstiftung mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Das Team steht bereit. fI Wir haben die Möglichkeit, sofort anzufangen, aber wir haben nicht den Druck, es zu müssen", so Precht.


Kleinster Markt in Mose - Jugendeinrichtung veranstaltete Weihnachtsmarkt



"Es war der kleinste Weihnachtsmarkt von Mose", erklärten die Organisatoren. Die Heilpädagogische Lebensgemeinschaft Horstmann in Farsleben und Mose hat viele Wochen bereits das Fest vorbereitet und am vergangenen Wochenende konnte schließlich die Feier steigen. Geschmückte Buden und Stände lockten mit Zuckerwatte, Punsch, Würstchenecke und Popcorn. Ein extra für die Weihnachtszeit einstudiertes Programm sorgte an diesem Nachmittag für Unterhaltung. Die Gäste, also die Lehrer, Betreuer, Eltern, Nachbarn und Freunde der Jugendlichen waren begeistert. Ohne die Hilfsbereitschaft ansässiger Firmen, so die Mitarbeiter der Heilpädagogische Lebensgemeinschaft Horstmann, wäre der Weihnachtsmarkt wohl nicht so ein Erfolg geworden. Unterstützt wurde die Einrichtung vom Kaliwerk in Zielitz, von der Bäckerei Düsedau, der Barleber Fleisch- und Wurstwaren GmbH und durch die Kreissparkasse Börde.
Die Familie Jenrich aus Angern stand auch beim Weihnachtsmarkt der Heilpädagogische Lebensgemeinschaft Horstmann zur Seite. Vor vier Jahren wurden die Kinderheime in Mose und Farsleben, im Bereich der Hilfen zur Erziehung von Kindern und Jugendlichen, eröffnet. Neun Kinder fanden in der Heilpädagogische Lebensgemeinschaft Horstmann ein neues Zuhause.


Wir verabschieden uns in die Ferienfreizeit



 


16. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2017 in Düsseldorf - Wir sind dabei









 


„Büroteam-Höhentraining zum Wilseder Berg im Oktober 2016.“



 


„Auf den Spuren in die Vergangenheit. Eine Crowdfunding-Reise nach Mosambik.“



Im August startete unsere Kollegin in Elternzeit Mary mit ihrer einjährigen Tochter eine dreiwöchige Reise nach Afrika, um dort Teile ihrer Familie zu treffen und Projekte zu besuchen, die Freunde und Verwandte aus Deutschland schon seit Jahren unterstützen.
In Beira, der zweitgrößten Stadt Mosambiks und Hauptstadt der Provinz Sofala, haben ihre Eltern ein Haus und unterstützen Vorort Familien mit Kleidung, Spielzeug, Lebensmittel und Haushaltsutensilien. Was sie dort genau erlebten, was sie auf ihrer Weiterreise nach Maputo machten und was genau sie mit zurück nach Deutschland nahmen, wird sie uns im nächsten Jahr bei einem Dia-Vortrag hautnah berichten.
„Ein Streichholz bricht leichter als viele...Deswegen kommen wir wieder und werden nicht müde zu helfen wo wir können. In diesem Sinne danken wir bei dieser Reise vor allem der Wildfang GmbH für die großartige und nicht selbstverständliche Hilfe und freuen uns schon, euch mit einer afrikanische Nacht verzaubern zu dürfen, in der in bisher unbekannte Traditionen und Gebräuche eingetaucht werden kann... DANKE!!


„Grüße aus der Ferienfreizeit.“



 


Heiße Öfen



Die Firma Ofenhaus Colnrade spendiert einem Schulprojekt in Rumänien drei Öfen.


Jubiläum



Bernd Rosenbrock feiert heute 35jähriges Dienstjubiläum. Wir danken ihm für seine Unterstützung und der weisen pädagogischen Begleitung der Kollegen.


Urlaubsgrüße



Die Fotografin aus Berlin Nora Bibel war 4 Tage mit der St. Georg unterwegs (Ostsee bei Riga), um Bilder für eine Ausstellung zu machen.


Freischneiden einer Telefonleitung

Freischneiden einer Telefonleitung mit der Wohngruppe Bothel & den Climbing Punks

Sommerferien

Ferienfreizeit Wodny Dom

Fachwerkhaus


Jugendliche betätigen sich am Fachwerkpuzzeln eines historischen Heimathauses im April 2014.

Leinen los!!!

Am 01.04.2014 wird unsere Segelyacht „St. Georg“ erneut mit Platz für 3 Jugendlichen in See stechen. Von Greifswald aus verläuft die Route, wenn der Wind es zulässt, entlang der polnischen Küste, in die baltischen Länder, nach Finnland, Schweden und Dänemark. In der Regel wird jeden Abend ein Hafen angelaufen, der dann auch als Ausgangspunkt für den Besuch von historisch und kulturell interessanten Orten des Gastlandes dient.

Wir sind stolz auf Euch!!!

Sieben unserer Jugendlichen haben in diesem Jahr einen Hauptschulabschluss erreicht, ein junger Mann davon sogar als Jahrgangsbester mit Auszeichnung. Drei der Absolventen haben ihren Abschluss über einen Fernkurs der SGD aus unserem Auslandsprojekt heraus erfolgreich abgelegt.Herzlichen Glückwunsch!!

Drei Jugendliche unserer Einrichtung schafften dieses Jahr ihren Realschulabschluss. Wir gratulieren Euch recht herzlich! Vier Jugendliche beginnen im Sommer ihre Berufsausbildung, wobei einer zur weiteren Qualifikation bereits seine zweite Lehre beginnt. Viel Erfolg im Berufsleben!

Des Weiteren freuen wir uns darüber, dass 4 Jugendliche nun ihre erste eigene Wohnung beziehen und langsam aber sicher auf ein eigenes, selbstständiges Leben vorbereitet werden.

KETTENSÄGESCHEIN

Am 16. und 17.04.2010 haben sieben Jugendliche der Wohngruppe Bothel und Mitarbeiter unseres Hauses (auch zwei „Schreibtischtäter“) erfolgreich an einem Kettensägenlehrgang teilgenommen. Die entsprechenden Zertifikate werden den Jugendlichen mit Erreichen ihrer Volljährigkeit ausgehändigt.

ANTI-AGGRESSIONSTRAINING

Im ersten Quartal 2010 haben 10 Jugendliche unserer Wohngruppe Bothel und der Erziehungsstellen an einen Antiaggressionstraining teilgenommen. Wir hoffen, dass die Jugendlichen die dabei erworbenen Kenntnisse in ihr Leben positiv einbauen können.

SCHWIMMKURS IN RUMÄNIEN

Wir betreiben in Tobsdorf/Rumänien eine kleine Schule für 10 rumänische Kinder. Derzeit absolvieren sie einen Schwimmkurs.
Für die Region sehr außergewöhnlich. Macht aber Spaß.

TRADITIONELLE ZIMMERHANDWERK

Wir haben einen alten Fachwerkspeicher in Wittorf abgebaut und vor dem Verfall gerettet. Jetzt wird er auf dem Botheler Landhaus Platz wieder errichtet. Das zu ersetzende Holz wurde im Wald geschlagen, mit dem mobien Sägewerk zugeschnitten und eingebaut. Farrid, Marcel, Christian, Frank und Sebastian haben die Arbeitsgänge begleitet und durch ihre Hilfe vieles über das traditionelle Zimmerhandwerk erfahren.